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22.12.2016 News

VSD-Ehrenmitglied: Gratulation zum 70. Geburtstag von Prof. Dr. Gerhard Trosien

Wer sich dem Sportmanagement oder der Sportökonomie zugehörig fühlt, wird der Begriff „Sportbranche“ mehr als geläufig sein. Weniger bekannt ist vielleicht, dass Gerhard Trosien diesen Begriff für die sport-(wirtschafts-)wissenschaftliche Diskussion eröffnete.

Schon zu Beginn der 1990er Jahre hatte er erkannt, dass sich „der“ Sport nicht ohne staatliche Sportförderung und vor allem ohne seine sportwirtschaftliche Dimension hinreichend erklären lässt. Wenn im Dezember 2011 eine Heidelberger Zeitung seine Aktivitäten mit „Vordenker des Sportmanagements“ überschrieb, dann gilt das fünf Jahre später uneingeschränkt noch immer.

Im Deutschen Sportbund hatte er zwischen 1980 und 2001 mit Wissenschaft und Bildung zu tun; seine letzte große Zuständigkeit war die überaus erfolgreiche 50-Jahr-Feier des DSB im Jahr 2000 in Hannover. Zuvor setzte er sich mit viel Energie und großem Überzeugungsreichtum für die nationale Fair-Play-Initiative der deutschen Sportverbände ein – abgeordnet zur Deutschen Olympischen Gesellschaft. Nicht einmal in dieser zentralen Aufgabe der gemeinnützigen Sportbewegung zogen alle Sportverbände an einem Strang und sang- und klanglos verlor diese Initiative an Schubkraft, nachdem Gerhard Trosien dort aufhörte.

Der Ruf aus Heidelberg kam für einen Macher wie ihn zur richtigen Zeit. 2001 bis 2011 baute er den Studienschwerpunkt Sportmanagement in der Fakultät Wirtschaft an der Fachhochschule Heidelberg auf und aus und konnte schließlich sogar einen der ersten Master of Arts im Sportmanagement auf den Markt bringen. Nur zwei besondere Aktivitäten aus dem breiten Spektrum der neuen Angebote in dieser Zeit: Bereits ab 2002 wurden jährlich Exkursionen nach New York City durchgeführt, um das amerikanische Sportbusiness aus nächster Nähe zu beobachten; die Studienangebote für Sportökonomie am ISSW der Universität Heidelberg, wo er schon Ende der 1980er Jahre seine Lehrveranstaltungen begann, führten sogar zu gemeinsamen Sportbusiness Foren von Universität und Fachhochschule, die bis Mitte des 1. Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts ziemlich erfolgreich waren.

Seit 2012 setzt er sein Wirken an der accadis in Bad Homburg fort und hat im Sportmanagement die Integration in internationale Beziehungen vertieft. Sowohl auf den EASM Conferences tauchen Kollegen von accadis regelmäßig auf als auch durch Beteiligungen im Arbeitskreis Sportökonomie, wo Prof. Dr. Gerhard Trosien im Übrigen Gründungsmitglied ist. Die nächsten Schritte sind bereits eingeleitet: Eine Vereinbarung mit einer Malaysischen Universität ist – nach zwei Aufenthalten von ihm dort – frisch unterschrieben, eine wichtige Untersuchung über den Arbeitsmarkt für Sportmanager wird von ihm geleitet – und eine Sportinitiative für die Metropolregion Frankfurt-RheinMain hat von ihm neue Impulse erfahren, nachdem er als Gründungs- und langjähriges Vorstandsmitglied für die Sportregion Rhein-Neckar wesentliche Erfahrungen mitbringt. Seine Vision: 2030 sollte der Niedergang des Galopprennsports beendet sein und die Galopprennbahn eine erfolgreiche Zukunft in der Metropolregion Frankfurt-RheinMain haben.

Und zum Schluss?

Für das runde Jubiläum im Dezember 2016 herzlichen Glückwunsch – wir sind froh und stolz, Prof. Dr. Gerhard Trosien als Ehrenmitglied in unseren Reihen zu wissen!